Die häufigsten Einrichtungsfehler – wir sagen Ihnen, wie Sie die No Gos vermeiden können

 

8 Tipps, wie Sie Ihr zu Hause gemütlicher und wirkungsvoller machen


Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum es bei anderen immer wohnlicher ist, als bei Ihnen zu Hause und Sie nicht wissen, woran es liegt? Wir erläutern Ihnen die häufigsten Einrichtungsfehler und sagen Ihnen, wie man sie vermeidet.


1. Alle an die Wand!


Regelverstoß: Es sieht so aus, als ob gestern der Kindergeburtstag Ihrer Tochter zu Hause stattgefunden hat und Sie zu diesem Anlass all Ihre Möbel gleichmäßig an den Wänden verteilt haben, um Platz zu haben für: blinde Kuh, die Reise nach Jerusalem oder Sackhüpfen. Sie hatten gar keinen Kindergeburtstag? Dann benötigen Sie auch die unnötige freie Fläche im Raum nicht.

Besser machen: Seien Sie kreativ! Stellen Sie den Esstisch mitten in den Raum. Auch das Sofa muss nicht zwingend an der Wand stehen. Nehmen Sie ein Regal als Raumteiler, auch schon ein leicht vorgerückter Sessel, kann wahre Wunder in kleinen Zimmern bewirken. Probieren Sie sich aus und denken Sie daran: Kindergeburtstag ist nur einmal im Jahr.

2. Es werde „richtig“ Licht!

Regelverstoß: Zu wenig Lichtquellen - ein großer Fehler! Eine einsame Deckenleuchte im Raum, sonst nichts? Gemütlich sieht anders aus. Die Wirkung eines Raums kann mit der Wahl der Beleuchtung stehen und fallen.

Besser machen: Schenken Sie mehreren Lichtquellen ein Zuhause. Ein Mix aus Decken-, Steh-, Wand- und Tischleuchten sorgt für die richtige Stimmung. Im Wohnzimmer sollte sowohl direktes als auch indirektes Licht vorhanden sein. Die funktionelle Deckenleuchte sollten Sie also nur zum Saubermachen anschalten.
Tipp: LED-Lampen sind genauso umweltfreundlich wie Energiesparlampen, spenden aber ein viel wärmeres Licht!

3. Alles aus einem Guss!

Regelverstoß: Wer will schon wohnen wie im Möbelkatalog? Niemand. Erstaunlich viele Menschen tun es trotzdem – und statten ihr Zuhause in einem Schwung zueinanderpassender Möbel aus. Laaaangweilig! Seien Sie individuell und bringen Ihren eigenen Geschmack mit in die Einrichtung ein … auch wenn der Weg etwas länger dauert!

Besser machen: Gestalten Sie individuell und gemütlich, indem Sie Alt und Neu miteinander mixen. Auch hübsche Vintageteile vom Flohmarkt wie ein Esstisch können zu den modernen Designerstühlen passen. Geben Sie sich Zeit: ein Zuhause mit Charakter wächst mit den Jahren. Natürlich muss das Wesentliche vorhanden sein, aber das Drumherum darf langsam wachsen.

4. Übermut tut selten gut!

Regelverstoß: Von allem ein bisschen zu viel. Beim Einrichten geht es nicht nur um die großen Möbel, sondern auch um die kleinen Dinge, die Wohnaccessoires, die der Wohnung Persönlichkeit und Stil geben. Hier gilt: Zu viel von allem wirkt entweder erdrückend oder ein wenig hilflos. Auf dem Sofa findet man vor lauter Kissen keinen Platz mehr zum Sitzen und den Beistelltisch kann man aufgrund unzähliger Deko-Objekte schon gar nicht mehr nutzen? Dann haben Sie etwas falsch gemacht - Klassischer Fall von „zu viel des Guten!“

 Besser machen: Halten Sie sich an die Grundregel: Weniger ist mehr! Sollten Sie sich nicht gut trennen können, dann verstauen Sie einfach vorübergehend ein paar Dekosachen im Keller und wechseln diese alle paar Monate aus.

Tipp: Aber immer mehr als Drei! Ein einfacher Grundsatz mit großer Wirkung – ungerade Stückzahlen wirken auf das menschliche Auge harmonischer als gerade. Ein Set aus zwei oder vier Vasen wirkt daher paradoxerweise unruhig.

5. Auf dem Teppich bleiben!

Regelverstoß: Teppiche erleben eine Blütezeit, denn sie bringen Wohnlichkeit, Farbe und Stil in die Wohnung. Wenn die Stühle nur halb auf dem Teppich stehen oder ein loser kleiner Teppich wie eine verlorene Insel auf dem Boden schwebt, dann haben Sie falsch ausgemessen!

Besser machen: Messen Sie bei Ihrem Esstisch so, dass die Stühle, auch im etwas abgerückten Zustand, noch ordentlich auf dem Teppich stehen. Wählen Sie bei kleinen Teppichen gleich zwei oder drei Stück und legen diese zu einem großen, passenden Teppich zusammen.

7. Lonesome picture!

Regelverstoß: Ein einzelnes Bild mitten an der Wand wirkt oft verloren, gar einsam, traurig und verlassen. Nun gut, jetzt werden wir sehr melancholisch. Aber in der Tat, unmotiviert aufgehängte Bilder, wirken trostlos.

Besser machen: Lassen Sie auf einzelnen Wänden echte Bildergalerien entstehen, während andere Wände frei bleiben. Sie haben ein Einzelbild, dass nur als Solokünstler brillieren kann? Dann setzten Sie es dementsprechend in Szene. Mit extra Beleuchtung, einem fetten Bilderrahmen und unbedingt an der passenden Stelle.

8. Empfangskomitee!

Regelverstoß: Chaotische Schuhregale, vollgehängte Garderobenhaken, ungemütliches Licht – obwohl der Flur der erste Raum ist, den man von einer Wohnung sieht, erfährt er beim Einrichten oft am wenigsten Zuneigung.

Besser machen: Der Flur ist die Visitenkarte des Zuhauses, daher verdient er mindestens ebenso viel Aufwand beim Einrichten wie alle anderen Räume. Und: Gerade weil man sich dort nicht lange aufhält, ist er perfekt geeignet, um Stilwillen zu beweisen – zum Beispiel mit einer Wandfarbe oder einer Tapete. Für Ordnung sorgen Schuhschränke, ein schöner Korb für Mützen und Handschuhe und eine strenge Kleiderhaken-Politik (zwei Jacken pro Person, der Rest muss in den Schrank).

Zum Schluss:

Versuchen Sie, nicht zu stylish zu sein! Inszenieren Sie keine Ausstellung bei sich zu Hause. Hier leben Sie und wollen nicht Ihre Kissen und Vasen verkaufen! Eine gewisse Zufälligkeit ist natürlich. Aber getürmte Kissen auf dem Boden, gefaltete Decken auf dem Regal oder Trockenblumen in Glasvasen machen keine Wohnung freundlich oder persönlich, sondern dekoriert wie im Schaufenster eines Möbelhauses.

Lassen Sie sich Zeit. Ein Zuhause wächst mit den Jahren! Suchen Sie sich hier und dort etwas heraus, lassen Sie sich von manchem nur inspirieren. Mischen Sie Stile und streuen Sie, ganz wichtig, viel Eigenes dazwischen – auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht zum Rest passt oder Ecken kurzzeitig leer bleiben. Ein Zuhause lebt von viel Persönlichkeit.